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Tuesday, 09 February 2010
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Big Man Japan

fic
Alternativtitel:Dai-Nipponjin
Land:Japan
Genre:Komödie / Fantasy
Darsteller:Hitoshi Matsumoto, Riki Takeuchi, Ryunosuke Kamiki
Regie:Hitoshi Matsumoto 
Drehbuch:Hitoshi Matsumoto
Produktion:RealProduct
Jahr:2007
Dauer:113 Minuten
Sprache:Japanisch

 

 



 
Web www.cinemasia.de

Inhalt: Masaru (Hitoshi Matsumoto) hat es schwer. Seine Frau ist ihm weggelaufen und nahm die gemeinsame Tochter mit, sein Vater verstarb, sein Grossvater ist ein Pflegefall und während er sich Gedanken über seine Sponsoren machen muss, begleitet ihn ein TV-Team im Rahmen einer Dokumentation.

Masaru ist kein gewöhnlicher Mensch. Er stammt aus einer Familie von Superhelden, die ihre Fähigkeiten jeweils an die kommende Generation weitergeben. Sobald die Heimatstadt von einem Monster bedroht wird, mutiert Masaru zu einem Riesen. Dann greift er zu seinem ebenfalls riesigen Stahlrohr und verdrischt die angreifenden Monster nach Strich und Faden. Das sogar live und in Farbe im TV.

Doch der Druck lastet stark auf ihm. Er vermisst seine Familie, er fühlt sich von den Sponsoren hintergangen und seine Managerin scheint ebenfalls ein falsches Spiel mit ihm zu treiben. Als er dann eines Tages ein Riesenbaby tötet, will er den Job an den Nagel hängen. Doch er rechnet nicht damit, dass seine Managerin bereits alles für den Kampf zwischen ihm und seinen Angstgegner in die Wege geleitet hat...


Kommentar: Der Film wird nicht jedermann gefallen. Ich muss gestehen, dass ich ihn zwei Mal sah. Beim ersten Mal fand ich ihn schrecklich, beim zweiten Mal liebte ich ihn. Es ist ähnlich wie bei "Glory To The Filmmaker!" und beide Filme haben auch weitere Gemeinsamkeiten. So starteten sie gleichzeitig in Japan, beide waren Teil der Filmfestspiele in Cannes 2007 und beide wurden von Multitalenten geschrieben, gespielt und gefilmt.

"Big Man Japan" ist zunächst wegen seines Doku-Stils schwer als Spielfilm zu fassen, denn man sieht Masaru hauptsächlich, wie er von einem Reporter (unsichtbar hinter der Kamera) interviewt wird und das manchmal ohne Schnitt und über viele lange Minuten, in denen Masaru lediglich am Küchentisch sitzt und aus seinem Leben plaudert.

Gelegentlich begleitet ihn das TV-Team bei seinen Besuchen beim Grossvater und filmt auch die regelmäßigen Treffen mit der Managerin, die hauptsächlich an den Einschaltquoten der Kampfausstrahlungen und den Sponsoren interessiert ist.

Und plötzlich, mitten in den Interviews, kommt die Nachricht, dass ein neues Monster eingetroffen ist. In der nächsten Szene stürzt Masaru als Big Man Japan dann auch schon auf den Eindringling. Diese Szenen sind komplett am Computer entstanden, das sieht man sofort und man soll es sicherlich auch sofort erkennen.

Insbesondere Big Mans Gegner hätten auch schlecht in den typischen japanischen Monsterkostümen dargestellt werden können. Er hat es mit einem stinkenden Monster zu tun, mit einem vollkommen durchgeknallten Miniteufel und auch mit einem Monster, dessen (mit einem Auge versehener) Penis seine einzige Waffe ist.

"Big Man Japan" ist eine tragische Komödie über einen tragischen Antihelden, die deshalb auch nicht für viele Lacher sorgt. Der Film spielt mit den typischen japanischen Monsterfilmen und zeigt einmal den Alltag all dieser Superhelden, welche die Welt regelmässig im Film retten. Hierbei ist Masaru zu bemitleiden, immerhin ist er für das Leben tausender Menschen verantwortlich und kommt mit seinem eigenen Leben nicht zurecht. Da die Augen der Öffentlichkeit auf ihn gerichtet sind, ist der Erfolgsdruck sehr hoch und diesem Druck hält er angesichts der familiären Probleme einfach nicht stand. Tragisch ist es auch, dass er als Big Man Japan das Land vor Giganten retten kann, aber es als Normalsterblicher nicht einmal schafft, die vergleichbar kleinen Familienprobleme zu kitten.

Die letzten 20 Minuten des Films sind übrigens absolut genial. Selten wurde ich so überrascht und selten hat sich das japanische Monsterkino so sehr auf die Schüppe genommen. Allein für diese 20 Minuten lohnte sich der gesamte Film.

"Big Man Japan" trifft - wie bereits erwähnt - sicherlich nicht den Geschmack der Masse. Aber Fans von japanischen Monsterfilmen und trockenen Komödien werden hier ihren Spass haben.


Bewertung:


Screenshots:













Hintergründe:

Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur ist der japanische Komiker Hitoshi Matsumoto, der hier sein abendfüllendes Kino-Debüt gibt. In Japan ist er seit den 1980er Jahren mit seinem Kollegen Masatoshi Hamada als Komikerduo "Downtown" bekannt.


Trailer:

Das Bild- & Videomaterial unterliegt dem Copyright des jeweiligen Rechteinhabers.

Bei Anmerkungen / Kritiken wenden Sie sich bitte an postmaster@cinemasia.de

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