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Japan Sinks
Inhalt: Nach einem Erdbeben rettet Toshio Onodera (Tsuyoshi Kusanagi) ein kleines Mädchen aus einer komplett zerstörten Kleinstadt. Doch plötzlich finden sich beide inmitten von Flammen wieder und lediglich Rettungsassistentin Reiko (Kou Shibasaki) kann die beiden mit ihren Helikopter retten. Kusanagi und Shibasaki werden fortan ein Paar und nehmen die Kleine wie ihre Tochter auf, da ihre Eltern bei dem Erdbeben starben. Der Wissenschaftlier Tadokoro (Etsushi Toyokawa) untersucht zeitgleich die vermehrten Erdbeben und Naturkatastrophen Japans. Schnell erkennt er, dass unter Japan zwei Kontinentalplatten gegeneinander drücken und die japanischen Inseln dadurch binnen eines Jahres komplett im Ozean verschwinden werden. Immer mehr Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis zerstören das Land. Die Regierung plant, die Überlebenden ins Ausland zu transportieren und verhandelt mit sämtlichen Staaten. Doch irgendwann hat die restliche Welt keinen Platz mehr für die Flüchtlinge. Insgeheim plant die Regierung nun, die restlichen Menschen einfach zu opfern. Doch als das Ende das Landes unausweichlich scheint, entwickelt Professor Tadokoro einen Plan, der wenigstens die noch verbliebenen Landstücke retten könnte.
Kommentar: Rezept für einen Katastrophenfilm: man nehme ein junges Paar, das sich inmitten eines Unglücks inneinander verliebt, während im Hintergrund ein Duet mit Top10-Potential läuft. Hinzu kommt ein Wissenschaftler, der das Ende der Welt vorhersagt, dem aber zunächst keiner glaubt. Dann brauchen wir noch eine Lösung des Problems. Wenn es geht, bitte mit Explosionen und am besten auch noch mit dicken Bohrern, die in irgendwas (z.B. Komet, Erdinneres, Kontinentalplatten) herumbohren. Und fertig ist der Katastrophenfilm. Was bei Armageddon, Deep Impact, The Core funktionierte, funktionierte hier natürlich auch. Hinzu kam noch eine dicke Brise "The World After Tomorrow" und fertig war die recht lockere Neuverfilmung des 1973er Romans von Sakyo Komatsu. Mir persönlich gefallen diese Szenarien, auch wenn mir die Umsetzungen oft nicht intensiv genug dargestellt werden. Dies war hier auch meist so. Zwar waren die Effekte wirklich erstaunlich gut, aber was bringt eine furchterregende Umgebung, wenn man nicht mitzittern kann? Die Liebe der Hauptdarsteller war leider nicht sonderlich mitreissend, zu kühl und zu trocken gingen die beiden miteinander um. Gleiches gilt für die Romanze zwischen dem alten Prof und seiner Ex, die mittlerweile für die Regierung tätig ist, und deshalb nun mit ihrem Verflossenen zusammenarbeiten muss.
Die beiden scheinen sich auch nach all den Jahren immer noch zu lieben, aber dies kann der Zuschauer lediglich vermuten, gezeigt und gesagt wird es nicht. Die Kälte der Darsteller steht im Kontrast zur Hitze der unzähligen Vulkane, Magmaflüsse und Feuer, die der Film präsentiert. Aber auch hier gab es gelegentlich Grund zur Kritik. Bei all dem Augenmerk auf eine gute Darstellung der Katastrophen, vergass man sehr oft die Kleinigkeiten, welche einen guten Film ausmachen. Fehler gab es einige. Zum Beispiel spielt die Hälfte des Films in einem Regen aus Asche. Sehr schön animiert. Jedoch legt sich diese Asche nie auf den Darstellern nieder, auch bleiben Grasflächen gelegentlich weiterhin grün, auch wenn die Asche bereits seit Stunden niederprasselt. In anderen Szenen explodiert scheinbar alles im Umkreis von mehreren hundert Metern, doch wackeln dabei z.B. die überall herumstehenden Auto in keiner Sekunde. Wenn man also schon ein Unmenge an Geld für CGI ausgibt, hätte man solche Kleinigkeiten beachten müssen. Trotz aller Kritik ist "Japan Sinks" kein schlechter Film, eigentlich kann er sich mit all seinen Konkurrenten aus Hollywood gut messen und muss sich nicht dahinter verstecken.
Bewertung:    
Screenshots:
Hintergründe: Regisseur Higuchi war zuvor hauptsächlich im Bereich Special-Effects tätig. Hierzu gehören Filme aus der Gamera-Reihe, aber auch "Princess Blade".
Hauptdarstellerin Shibasaki wurde z.B. durch "Battle Royale" und den grandiosen "Sekai no chushin, ai o sakebu" bekannt.
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