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Samaria Inhalt: Die Schülerinnen Yeo-Jin (Kwak Ji-Min) und Jae-Young (Seo Min-Jeong) träumen von Europa. Um genug Geld für die Flugtickets zu bekommen, geht Yeo-Jin auf den Strich. Ihre beste Freundin Jae-Young organisiert die Treffen mit den Freiern, schminkt Yeo-Jin und schiebt Wache vor dem Motel. Jae-Young hasst ältere Männer und sieht sie als Bestien an, die sich nur am Körper ihrer Freundin vergehen wollen. Deshalb lässt sie sich auch von solch einem Kerl einige Sekunden ablenken und übersieht die Polizisten, die ins Motel stürmen. Wenige Sekunden später springt ihre beste Freundin aus reiner Verzweiflung aus dem Fenster der dritten Etage und stirbt in der folgenden Nacht. Anstatt das bereits verdiente Geld zu behalten, greift Jae-Young zum Adressbuch und gibt jedem Freier das Geld zurück, nachdem sie mit ihnen geschlafen hat. Sie versucht damit, ihre verstorbene Freundin und auch die Männer von ihren Sünden zu befreien, und gleichzeitig auch, ihr schlechtes Gewissen zu bereinigen. Eines Tages ermittelt ihr Vater im Rahmen seiner Tätigkeit als Polizist in besagtem Motel und sieht seine Tochter mit einem Freier. Während sie weiterhin versucht, alle Namen aus dem Adressbuch zu streichen, verfolgt er sie heimlich und versucht, jeden Freier davon abzuhalten, sich mit seiner Tochter zu treffen. Hierbei geht er letztendlich sogar über Leichen...
Kommentar: Einigen wird "Samaria" wahrscheinlich zu langweilig sein, weil der Film grösstenteils von seiner Ruhe lebt. Anfangen im hektischen Seoul, so legt sich diese Hektik im Laufe des Film und scheint, je näher man sich dem weiten Hinterland Südkoreas nähert, immer mehr einzufrieren, bis Jae-Young letztendlich im Schlamm feststeckt und nicht mehr von der Stelle kommt. Erst gegen Ende des Films merkt man seine Genialität. Zunächst wirkt alles wie ein "normales" koreanisches Drama, aber die Situation spitzt sich immer mehr zu, je mehr man sich aus der Enge Seouls hinaus bewegt, um so bedrückender werden jedoch die Bilder, auch wenn nun weite Landschaften und gänzlich andere Kameraeinstellungen gezeigt werden. Es ist schwer zu erklären und man sollte es selber sehen, denn es gibt so viel im Film zu sehen und man kann es nur schwerlich hier in Worte fassen. Wie gesagt, zunächst war ich nicht sonderlich begeistert vom Film, doch sein Ende hat mich letztendlich überzeugt, dass auch der Anfang hat genau so sein müssen, wie er eben war. Beachtlich ist auch hier übrigens mal wieder - wie in jedem Film von Kim Ki-Duk - der Einsatz vom alles rein waschenden Wasser. Alle Hauptcharaktere wollen anderen etwas Gutes tun und versündigen sich dabei. Yeo-Jin will ihrer Freundin Jae-Young mit dem verdienten Geld helfen und verkauft ihren Körper. Jae-Young will den Männern das Geld zurück geben und vergibt dabei ihre Jungfräulichkeit. Ihr Vater hingegen will seine Tochter vor dem Übel bewahren und wird zum Mörder. Somit erkennt man, dass hinter allem Guten auch immer etwas Negatives steckt.
Bewertung: Genial durchdacht, perfekt gefilmt...     
Screenshots:
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